Elisabeth Striffeler Elisabeth Striffeler

Themen

Liebe Wählerinnen und Wähler. Am 20.Oktober 2019 finden National- und Ständeratswahlen statt. Sie haben die Möglichkeit mit zu entscheiden, wie die Schweizer Bevölkerung im eidgenössischen Parlament in den nächsten vier Jahren vertreten sein soll.

Kosten im Gesundheitswesen

Die demografische Entwicklung scheint als Begriff in der Politik angekommen zu sein. Aber wie gehen wir mit dieser Herausforderung um? Statt uns darüber zu freuen, dass durch den medizinischen Fortschritt und die verbesserte Lebensqualität ältere Menschen länger gesund bleiben, wird über die steigenden Kosten diskutiert. Ich werde mich im Nationalrat dafür einsetzen, dass alte, verletzliche Menschen oder Menschen mit Behinderungen die für sie notwendige Unterstützung erhalten und dass sie gezielt in der Gesundheitsförderung berücksichtigt werden. Um die Versorgungsqualität für die zunehmende Zahl von chronisch kranken Menschen zu verbessern, muss als Grundmodell die integrierte Versorgung gefördert werden. Mit einer öffentlichen Krankenkasse nach dem Vorbild der SUVA wird eine gute medizinische Versorgung wieder für alle bezahlbar.

Um die Kosten im Gesundheitswesen zu senken, muss viel mehr in die Prävention und Gesundheitsförderung investiert werden. Präventionsmassnahmen verbessern nicht nur die Gesundheit und Lebensqualität, sie lassen sich auch an volkswirtschaftlich eingesparten Kosten messen. Zudem wurde nachgewiesen, dass durch Massnahmen zur Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz bis 25% der indirekten und direkten Kosten reduziert werden.
Es ist irreführend zu glauben, dass im Gesundheitswesen Wettbewerb zu mehr Qualität und tieferen Preisen führen soll. Davon profitieren nur gut situierte Bevölkerungsschichten. Der Wettbewerb versagt bei Betagten, psychisch und chronisch Kranken, mittellosen PatientInnen. Das Solidaritätsprinzip darf nicht immer mehr unterwandert werden. Die Pflegequalität bei der Spitex und in der Langzeitpflege muss erhalten und ausgebaut werden.
«Wohlstand verlängert und Armuth verkürzt das Leben». Diese Aussage des Arztes Marc d’Espine von 1846 hat noch heute Gültigkeit. Die gesundheitliche Ungleichheit ist immer noch vorhanden. Umso mehr darf die Krankenkassenprämie nicht mehr als 10% des Monatslohnes ausmachen.

Demografie

Über 55-jährige sollen die Möglichkeit erhalten, ihre Arbeitszeit angemessen anzupassen und sie sollen bei einer Kündigung eine Überbrückungsrente erhalten, damit sie nicht ausgesteuert werden. Dazu gehören auch gerechte Renten für Frauen, welche wegen der Familien- und Angehörigenarbeit in Teilzeit arbeiten.

Pflegenotstand ist bereits akut vorhanden und wird sich noch mehr verschärfen. Es ist unsere Pflicht, mehr Pflegefachpersonen und Ärzte auszubilden und diesen einen Arbeitsplatz zu bieten, der mit einer Familie vereinbar ist.

Solidarität

Der technologische Fortschritt und die Globalisierung haben in den letzten Jahrzehnten die ökonomische Ungleichheit auch in der Schweiz stark zunehmen lassen. Die Schweiz liegt bei der Vermögensungleichheit weltweit an der Spitze. Obwohl die Schweiz mit den durchschnittlichen Pro-Kopf-Vermögen zu den Reichsten gehört, verfügen 56% der Bevölkerung nur über 1,6% des Gesamtvermögens. Die 20 ärmsten Prozent sind zudem meist verschuldet. Der technologische Wandel ermöglicht einerseits extrem hohe Gewinne, andererseits verliert ein grosser Teil der arbeitenden Bevölkerung durch die Entwertung ihres Berufs ihre Stelle.
Die Zahl der in Armut lebenden und auf Sozialhilfe angewiesenen Personen nimmt zu, während ein kleiner Anteil an Superreichen ihr Vermögen vergrössern können.
Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Steuerprivilegien der Reichsten in der Schweiz reduziert werden, damit bei der Entlastung der öffentlichen Finanzen nicht die Ärmsten von den Kürzungen im Sozialbereich betroffen sind.
Ich bin für Solidarität zwischen Jungen und Alten, Armen und Reichen, Starken und Schwachen. Erst diese generationenübergreifende Solidarität macht unsere Demokratie aus.

Liebe Leserinnen und Leser, unterstützen Sie die Listen der SP, wenn auch Sie überzeugt sind, dass sich das nationale Parlament wieder für alle statt für wenige einsetzen soll und dass nicht auf dem Rücken der Alten, der Ärmsten und Schwächsten Steuer- und Gesundheitswettbewerb betrieben wird.

Meine Vorstösse

2014.RRGR.11118  Unterstützung für pflegende Angehörige  Motion 059-2014 
2014.RRGR.11119  Wie wird die nationale Demenzstrategie 2014-2017 im Kanton Bern umgesetzt?  Interpellation 058-2014 
2018.RRGR.358  Teilrevision des Parlamentsrechts  Motion 103-2018 
2013.RRGR.11074  Hände weg von der Spitex!  Motion 232-2013 
2017.RRGR.179  Kantonales Integrationsprogramm (KIP) 2018-2021 für das SEM  Interpellation 063-2017 
2017.RRGR.736  Wer voll erwerbstätig ist, soll nicht von der Sozialhilfe unterstützt werden müssen (Mindestlohnbericht)  Motion 276-2017 
2018.RRGR.134  Spitex Bern und ihre Folgen  Interpellation 028-2018 
2018.RRGR.688  Kostenauswirkung des Bundesgerichtsentscheids (9C_446/2017); vollständige Übernahme der Restkosten der Pflegefinanzierung durch die Kantone?  Interpellation 232-2018 
2017.RRGR.673  Zukunft Gesundheit: Stärkung der ambulanten Behandlungsangebote in der Psychiatrie  Motion 246-2017 
2015.RRGR.334  Für eine koordinierte und vernetzte Gesundheitsversorgung im Kanton Bern – Erarbeitung einer kantonalen E-Health-Strategie  Motion 107-2015 
2017.RRGR.675  Zukunft Gesundheit: Massnahmen für eine bessere Gesundheitskompetenz der Bevölkerung im Kanton Bern  Motion 247-2017 
2018.RRGR.147  Sparpotenzial in der Sozialhilfe nutzen und bisheriges Tarifsystem für Zahnarztkosten beibehalten  Motion 032-2018 
2018.RRGR.180  Restriktivere Offenlegungspflicht der Vergütungen von subventionierten Betrieben  Motion 046-2018 
2018.RRGR.185  Zukunft Gesundheit: Förderung einer starken ambulanten Versorgung  Motion 051-2018 
2016.RRGR.859  Vorfinanzierung der vorbereitenden Kurse auf eidg. Berufs- bzw. höhere Fachprüfungen  Postulat 171-2016 
2017.RRGR.213  Spezialisierte mobile Palliativdienste sind laut Spitalversorgungsplanung notwendig  Finanzmotion 090-2017 
2018.RRGR.432  Kinder und Jugendliche gehören nicht ins Gefängnis  Motion 141-2018 
2017.RRGR.370  Konzept zu palliative Care im Kanton Bern umsetzen – Bedarfsgerechte Betreuung für Schwerkranke ermöglichen und Kosten sparen!  Motion 137-2017 
2018.RRGR.58  Ausschluss eines Doppelmandats auf strategischer und operativer Ebene in unseren Spitälern  Motion 018-2018 
2019.RRGR.166  Einstellung von 5 Mio. Franken im Budget 2020 zur Finanzierung von Massnahmen zur Integration von Sozialhilfebeziehenden in den Arbeitsmarkt und in Tagesstrukturen  Motion 130-2019 
2016.RRGR.1011  Machbarkeitsstudie zur Einführung eines Darmkrebsfrüherkennungsprogramms  Motion 221-2016 
2017.RRGR.162  Erweiterung um 100 Studienplätze in der Humanmedizin – zugunsten von Spezialisten oder dringend notwendigen Hausärztinnen und Hausärzten?  Motion 046-2017